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Das Gerechtigkeitsempfinden macht keine Pause

Geschwister beobachten ganz genau das Verhalten der Eltern. Sobald ihr Gerechtigkeitsempfinden gestört ist und sie meinen, benachteiligt zu werden, begehren sie auf, sie schreien oder weinen. Die Auslöser können den Eltern gering erscheinen, spielen für die Kinder aber eine große Rolle. Schon ganz kleine Kinder erkennen, wenn das ältere Geschwisterkind mehr Spielzeug oder Aufmerksamkeit erhält. Manche bislang schlechten Esser entwickeln gar einen regelrechten Futterneid, sobald sie wahrnehmen was der Bruder oder die Schwester mit Lust isst.

Die Kinder können sich selbst viele Jahre später an die schlimmsten vermeintlichen Ungerechtigkeiten erinnern und empfinden immer noch den Status des Zurückgesetzten. Sie wissen ganz genau, wer das Lieblingskind in der Familie war, oder mit welchen Mitteln die Geschwister oder das Geschwisterkind die Eltern „weich geklopft“ hat. Die Familien-Mediatorin Brigitte Komescher aus Mettmann: „Menschen können Eifersucht und Rivalität – und diese gibt es nicht nur bei Geschwistern - ausschließlich durch Anerkennung und Liebe überwinden, durch Vertrauen in sich selbst, ansonsten leiden sie lebenslang an den negativen Erfahrungen.“